Nachbericht Herren 30 Oberliga Heimspiel gegen FH-Fischbach

Herren 30 fehlt im Abstiegsduell das nötige Glück

(SZ) Die Herren 30 des TC Laupheim mussten am Heimatfestsonntag in der Oberliga die dritte 4:5 Niederlage in Folge hinnehmen. Im Kellerduell gegen den TSV Friedrichshafen-Fischbach unterlagen die Spieler um den verletzten Kapitän Ansgar Elbs knapp mit 4:5.

„Alles oder nichts“, so lautete die Devise der Herren 30 des TC Laupheim am Heimatfestsonntag im Heimspiel gegen den TSV Friedrichshafen-Fischbach. Die Vorzeichen waren klar: Beide Mannschaften waren als Aufsteiger mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet, das direkte Duell musste die Vorentscheidung um den Ligaverbleib in der württembergischen Oberliga bringen.

Die Heimmannschaft musste dabei ersatzgeschwächt in diese wichtige Begegnung gehen: Kapitän Elbs hatte sich beim letzten Heimspiel gegen Tuttlingen verletzt und wird mit einem Muskelbündelriss in dieser Saison nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen können. Dagegen konnten die Gäste vom Bodensee in Bestbesetzung antreten.

In der ersten Einzelrunde musste Hans-Dieter Fuchs (Position vier) sein Einzel gegen den spielstarken Michael Müller klar in zwei Sätzen abgeben. Für eine Überraschung sorgte Frank Welser an Position zwei gegen den ehemaligen Bundesligaspieler Nikolaus Ferrari. Hatte er sich in den letzten Jahren jeweils noch geschlagen geben müssen, so gelang Welser am Sonntag die große Revanche. Mit gutem Grundlinientennis brachte er seinen Gegner immer wieder zur Verzweiflung und konnte sich im ersten Satz knapp mit 7:5 durchsetzen. Im zweiten Satz konnte der Laupheimer noch eine Schippe drauflegen und mit 6:1 dominieren. Ein Spiel auf Messers Schneide lieferte sich Christian Striebel mit Markus Fröhlich auf Position sechs. Beim 3:6, 6:2 und 8:10 konnte sich der Gästespieler Fröhlich für seine Niederlage in der vergangenen Saison denkbar knapp revanchieren.

Zwei Tage nach seinem 35. Geburtstag konnte Neuzugang Ondrej Fukala im Spitzenspiel gegen den ehemaligen Herren 30 Erstligaspieler Axel Held wieder auf ganzer Linie überzeugen. Beim Stand von 6:3 und 3:0 gab der Gästespieler entnervt auf uns musste die Überlegenheit seines Laupheimer Pendants anerkennen. „Ondrej hat auch heute wieder mit seinem perfekten Grundlinientennis überzeugt“, zog Spielführer Ansgar Elbs eine positive Bilanz unter den zweiten Auftritt des Tschechen für den TC Laupheim. Für eine positive Überraschung sorgte Matthias Häußler (Position drei) gegen den aufschlagstarken Mark Wicker. Nachdem Wicker mit seinem Tempotennis noch den ersten Durchgang mit 4:6 gewinnen konnte, kam Häußler dank starker läuferischer Leistung und besserer Spieltaktik immer besser ins Spiel und sicherte den zweiten Satz mit 6:4. Der dritte Durchgang war im Match-Tiebreak bis zum 8:8 ausgeglichen, bevor Häußler die beiden entscheidenden Punkte zum 10:8 Dreisatzsieg gelangen. An Position fünf konnte Christian Stolz seinen knappen Vorjahressieg gegen Stephan Stroph nicht wiederholen. Gegen den konstanten Grundlinienspieler aus Fischbach konnte Stolz seine Stärken am Netz und sein variables Spiel nur im ersten Satz zur Geltung bringen, den er dennoch knapp mit 6:7 im Tiebreak abgeben musste. Auch Durchgang zwei war lange umkämpft, am Ende hatte Stroph mit 3:6 den besseren Ausgang für sich.

Nach dem 3:3 Zwischenstand nach den Einzeln musste die Entscheidung in den abschließenden drei Doppeln fallen. Hier hatten die Gäste aus Fischbach bei der taktischen Aufstellung an diesem Tag das glücklichere Händchen. Die Gastgeber aus Laupheim hatten ihre Hoffnungen auf das Einser- und Zweierdoppel gesetzt, die Gäste vor allem das Zweierdoppel stark gemacht um hier den entscheidenden Punkt holen zu können. Das Spitzendoppel von Fukala/Stolz verlief nach Plan, nach einem knappen ersten Satz kam das neu zusammengesetzte Laupheimer Doppel immer besser ins Spiel und konnte sich klar mit 7:6 und 6:1 gegen Ferrari/Stroph durchsetzen. Im Dreierdoppel hatten Häußler/Striebel gegen die favorisierten Gäste Wicker/Müller im ersten Satz mit 1:6 keine Chance. Im zweiten Satz gelang nach einem 1:5 Rückstand noch die Aufholjagd zum 5:5, am Ende mussten sie sich aber mit 1:6 und 5:7 geschlagen geben. Die Entscheidung über den Gesamtsieg musste nun im Zweierdoppel fallen. Hier standen die Laupheimer Welser/Fuchs dem gegnerischen Spitzenspieler Axel Held und dem eingewechselten Doppelspezialisten Florian Müller gegenüber. Am Ende sollte sich das leicht favorisierte Gästedoppel in zwei Sätzen mit 2:6 und 5:7 durchsetzen, nachdem die TCler im zweiten Satz zwischenzeitlich sogar in Führung lagen. Doch am Ende setzte sich die Routine vom bundesligaerfahrenen Axel Held durch, der selber durch hervorragende Returns glänzte und seinen Mitspieler gut in Szene setzte.

In den verbleibenden drei Saisonspielen gegen die Top-Teams der Liga aus Sigmaringen, Herrenberg und Baiersbronn hoffen die Laupheimer noch auf ein kleines Tenniswunder, um den Klassenerhalt in der Oberliga doch noch zu schaffen.

Spielbericht:

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